Individuelle Arbeitsplatzgestaltung

Fördert Kreativität und Inspiration

Die durchschnittliche Produktivitätsrate in deutschen Büros liegt einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) bei 60 Prozent. Experten sind sich einig, dass diese Quote auch durch eine Optimierung der Arbeitsplatzgestaltung verbessert werden kann. "Ob wir im Innovationswettlauf gewinnen, hängt davon ab, dass wir die richtige Innovationskultur entwickeln. Dazu gehört auch der Arbeitsplatz", sagt Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft. "Er muss zur Kreativität auffordern. Kreativität zu fördern wird in Zukunft das Wichtigste sein", so Bullinger im Interview mit dem Handelsblatt.

Wie die Umgestaltung von Arbeitsplätzen unsere Leistung beeinflusst

Ein Forschungsteam der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Schwerpunkt New Work und Kreativität in Unternehmen hat herausgefunden, dass folgende Büroelemente Einfluss auf unsere Kreativität haben:

  • Ausreichend Tageslicht

  • Flexible Möblierung

  • Offene Büroumgebung mit Einzel- und Teamarbeitsplätzen

  • Räumlichkeiten zum sozialen Austausch

  • Räumlichkeiten zur persönlichen Erholung

Dass der Informations- und Ideenaustausch die Teamkreativität erhöht, haben wir in unserem Text zu Open Workspaces beschrieben. Das Ergebnis einer Studie vom University College London zeigt darüber hinaus: Kreativität und Erkenntnisse finden vor allem an Orten statt, an denen Mitarbeiter entspannen können. Die Qualität unseres Arbeitsumfeldes wird auch vom Wohlbefinden und der Arbeitsleistung beeinflusst.

Mobile Arbeitsplatzgestaltung – inspiriert und kreativ durch Ortsunabhängigkeit

Die Grenzen zwischen Arbeit und Privat verschieben sich dank Homeoffice und Smartphones immer mehr. Wenn digitale Tools uns die Wahl lassen, wo wir arbeiten, dann am ehesten dort, wo man sich wohlfühlt. Die Mobilität ist neben der Erfordernis von kollaborativem Arbeiten ein Treiber von individuelleren Arbeitsumgebungen.

Der Trend zum individuellen Arbeitsplatz hört jedoch nicht beim Schreibtisch auf, er setzt sich auch digital fort. Individuelle Softwareoberflächen und Websites sind einfache Beispiele für die zunehmende virtuelle Individualisierung und Personalisierung.