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Die agilen Arbeitsmethoden “Design Sprint“ und „Lean Startup“

Die agilen Arbeitsmethoden “Design Sprint“ und „Lean Startup“

16.03.2021 – Die agilen Arbeitsmethoden Design Sprint und Lean Startup basieren auf dem Ansatz des Design Thinking. Die Abgrenzung liegt im Vorhandensein einer Idee, auf der die beiden Modelle aufbauen. Ist eine der beiden Methoden für Sie geeignet? Hier erfahren Sie es.

Die agile Arbeitsmethode „Design Sprint“
Design Sprint Teaser

Die agile Arbeitsmethode „Design Sprint“

Der Design Sprint basiert auf den Prinzipien des Design Thinking, ist im Gegensatz dazu aber deutlich konkreter: Wenn bereits die Produktidee vorhanden ist, dann hilft ein Design Sprint dabei, aus der Idee einen Prototypen für ein konkretes Produkt oder einen Service zu entwickeln.

Haben Sie sich zum Beispiel darauf geeinigt, dass eine App entwickelt werden soll, dann können Sie mit Design Sprint erarbeiten, welche Funktionalitäten Ihre App beinhalten soll und wie sie auszusehen hat. Am Ende dieses Prozesses steht ein Prototyp.

Angeführt wird der Sprint von einem möglichst unterschiedlich zusammengesetzten Team (z.B. UX und UI Designer, Praktikant, Abteilungsleiter, etc.), welches sich für den Sprint nur die Erstellung des Prototyps als Ziel gesetzt hat und geschützt wird von allen anderen Aufgaben.

Der Ablauf eines Design Sprints

Montag

UNDERSTAND 
Das Produkt, die Anforderungen (des Kunden) und Erfolgskriterien verstehen.

Dienstag

DIVERGE
Lösungsansätze herausarbeiten und der Kreativität freien Lauf lassen z.B. per Brainstorming.

Mittwoch

CONVERGE
Zusammenführen und auswerten der Ideen. Die Idee(n) mit dem größten Potenzial identifizieren und ausarbeiten.

Donnerstag

PROTOTYPE
Erstellen und gestalten eines Prototyps bis zur Testbarkeit des Ansatzes.

Freitag

TEST
1:1-Benutzer-Tests mit einer Mindestanzahl (5 – 6) von Benutzern der primären Zielgruppe.

Vor- und Nachteile von Design Sprint

Vorteile

  • Sehr kurzer Prozess
  • Sicht des Endkunden wird aus verschiedenen Perspektiven hinterfragt
  • Positive Fehlerkultur wird gefördert
  • Motiviert Mitarbeiter zu innovativen und kreativen Problemlösungen
  • Es wird nutzerzentriert gehandelt

Nachteile

  • Organisatorische Rahmenbedingungen müssen gegeben sein: Mitarbeiter dürfen nicht unterbrochen werden und benötigen den passenden Raum
  • Die Teams müssen persönlich an einem Ort interagieren – es reicht nicht aus, mobil erreichbar zu sein und über Chats oder Mail zu kommunizieren

Die agile Arbeitsmethode „Lean Startup“

Eric Ries entwickelte die Lean Startup Methode und erwähnte sie im September 2008 zum ersten Mal in seinem Blog. Im Jahr 2011 veröffentlichte er das Buch „The Lean Startup“, welches die Grundlage der Methode bildet – mithilfe von zahlreichen Fallstudien aus den letzten Jahrzehnten untermauert er die Herangehensweise auf fundierte Art und Weise.
 

Der Ablauf von Lean Startup

Lean Startup ist eine Methode, die dem Design Thinking in gewissen Punkten ähnlich ist. Im Gegensatz zu Design Thinking liegt bei Lean Startup jedoch bereits eine Idee vor. Anstatt sich mit einer Fragestellung zu einem Problem auseinanderzusetzen, beschäftigt sich Lean Startup damit, wie man eine Idee konkret für ein Geschäftsmodell ausarbeiten kann. Sowohl Startups als auch Konzerne entwickeln durch schnelle Produktentwicklung und kontinuierliches Auswerten von Kundenfeedback profitable Geschäftsmodelle. Dabei ist wichtig zu betonen, dass Lean Startup auch eine Einstellung ist: Lean Startup setzt genau wie Design Thinking auf „validiertes Lernen“.

Das MVP (minimum viable product)
Minimum viable Product

Das MVP (minimum viable product)

Vom MVP aus wird fundiert weiterentwickelt – Nutzererfahrungen und Feedback fließen iterativ in die Entwicklung mit ein. Anstatt unnötig viel Zeit für die Erstellung ausgefeilter Geschäftspläne zu verschwenden, richtet sich die Lean Startup Methode für Unternehmen so aus, dass sie die eigene Vision kontinuierlich testen und anpassen. 

Prinzip „Bauen – Messen – Lernen“
Prinzip „Bauen – Messen – Lernen“

Prinzip „Bauen – Messen – Lernen“

Produkte und Dienstleistungen werden in kleinen Schritten entwickelt (Bauen). Kunden testen dann das Ergebnis und geben ihr Feedback, welches in Form von Daten festgehalten wird (Messen). Das Feedback wird ausgewertet und interpretiert, wodurch das Unternehmen neue Kenntnisse sammelt (Lernen). Positives wird beibehalten, Negatives verworfen.

Sowohl Startups als auch Konzerne entwickeln durch schnelle Produktentwicklung und kontinuierliches Auswerten von Kundenfeedback profitable Geschäftsmodelle.

Vor- und Nachteile von Lean Startup

Vorteile

  • Mit wenig Mitteln wird ein simples MVP geschaffen – die Kosten und Risiken sind überschaubar
  • Kundenfeedback wird bereits früh miteinbezogen
  • Motiviert Mitarbeiter zu innovativen und kreativen Problemlösungen
  • Es wird nutzerzentriert gehandelt
  • Einfache Umsetzung statt langem Grübeln

Nachteile

  • MVP kann für den potenziellen Kunden unzufriedenstellend sein  
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